Archiv: September 2017

Tipping Point von Werner Mittelstaedt

11.09.2017 Klimawandel Keine Kommentare

Habe jetzt ein paar Gedanken und meine Meinung zum Buch zusammen geschrieben:

Endlich traf „Tipping Point“ letzte Woche über den normalen Buchhandel ein und ich habe es auch schon gelesen, weil es sehr anregend in drei Teilen um eine Talkshow herum geschrieben ist – nicht dass es mich aufgeregt hätte. Es kam wohl auch schon vor, dass eine Talkshow Unruhen in der Bevölkerung ausgelöst hat. Aber wie die Verantwortung dafür eben so schön von sich gewiesen wird: „für eine konstruktive Debatte letztendlich (sei) nicht das Fernsehen, sondern Politik und gesellschaftliche Institutionen zuständig“.

Man stelle sich also eine Talkshow im Jahre 2026, in nur 9 Jahren, vor. Anlass ist die Feststellung, dass nunmehr der Punkt erreicht wurde, dass die globale Erwärmung, die mittlerweile jeder im täglichen Leben spürt, irreversibel sein solle, egal, welche Gegenmaßnahmen noch ergriffen würden. Dabei gibt es auch im Jahre 2026 keine neuen Erkenntnisse oder neue Lösungsvorschläge. Nur zum Phänomen der Klimaflüchtlinge gesellen sich die wohlhabenden Klimatouristen, die ihren Urlaub im hohen und kühlen Norden verbringen.

Der Horror des Romans entsteht aber dadurch, dass das Publikum im Jahre 2026 immer noch nicht die Ursachen des Klimawandels verstanden und verinnerlicht hat. Das bedeutet, zu heute sind im Grunde 10 Jahre tatenlos verstrichen. Die gleichen dummen Argumente, wie die scheinbare Bedrohung durch verlustgehende Arbeitsplätze, und scheinbaren Ausreden, wie die Besonderheit des eigenen Berufs, der einen extra hohe Freisetzung von CO2 rechtfertigen solle, fallen.

Auch mit regenerativ hergestelltem Wasserstoff betriebene Taxis konnten die globale Erwärmung nicht verhindern, wohl eher ganz im Gegenteil. Parallelen zum derzeitigen Umdenken in der Automobilindustrie zu Elektroautos fallen mir spontan ein, die natürlich ein Wirtschaftswachstum hervorrufen werden. Die Frage, ob ein Wachstum z. B. durch Elektroautos die globale Erwärmung stoppen kann, wird somit im Jahre 2026 mit „Nein“ endgültig beantwortet worden sein.

Denn als Ausweg bietet sich alleinig die individuelle Verhaltensänderung jedes Einzelnen durch „De-growth“ zwingend an. Ich übersetze es in der Konsequenz mit Konsumverzicht, welcher eine Subventionspolitik der Bundesregierung für die Wirtschaft mit dem Klimawandel-Scheinargument  im Übrigen ins Leere laufen lassen würde.

Diesen Ausweg kann aber jeder von uns schon heute im Jahre 2017 beschreiten, ohne ein neues Elektroauto haben zu müssen. Dazu braucht es, wenn man den Roman gelesen hat, auch keine Talkshow und auch keine Gesetzesänderungen oder weitere Klimagipfel. Jeder Einzelne zählt.

Das Buch halte ich meiner Meinung nach ab sofort für sehr empfehlenswert zu lesen zum Stoppen der globalen Erwärmung.

 

 

»Tipping Point« von Werner Mittelstaedt ist der weltweit erste Roman, der ausschließlich den durch uns Menschen verursachten Klimawandel thematisiert.

Gebunden, 130 Seiten, 14,90 €,
NOEL-Verlag, Oberhausen/Obb. 2017
ISBN-13: 978-3-95493-229-0

»Tipping Point« ist überall erhältlich, wo Bücher verkauft werden.

 

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